Juniperus Phoenicea in its natural environment

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Thierry
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Re: Juniperus Phoenicea in its natural environment

Beitrag von Thierry »

:arrow: Umgedrehte Morphologie: ein rätselhaftes Naturphänomen

:arrow: (fr) Morphologie inversée : un phénomène naturel énigmatique

:arrow: (en) Inverted morphology : a strange natural phenomenon
Juniperus_Phoenicea_98.jpg
Juniperus_Phoenicea_97.jpg
Viele Grüße,
Thierry

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Totoro

Re: Juniperus Phoenicea in its natural environment

Beitrag von Totoro »

Hallo Thierry,

das sieht ja so aus als könne ein Wacholder "selbst" entscheiden ob er positiv oder negativ geotrop wachsen möchte.



Gruß
Dirk
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Andreas R.
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Re: Juniperus Phoenicea in its natural environment

Beitrag von Andreas R. »

Hallo Thierry,

vielen Dank für diesen und auch die anderen Artikel über den Phönizischen Wacholder.
Die Bilder sind sehr eindrucksvoll, wirklich eine faszinierende Baumart.
Wenn ich mal wieder etwas mehr Zeit habe muss ich dort unbedingt mal hinfahren um mir die Bäume in echt anzuschaun.

Vielen Dank auch an Herrn Mandin und seine Mitarbeiter für ihre Forschungsarbeit, die ja unter extremen Bedingungen stattfindet. Es ist immer schwierig für solche Projekte die nötige Finanzierung aufzutreiben, weil die meisten Menschen darin wohl keinen Nutzen erkennen können. Wir können aber nur schützen was wir verstehen und somit ist es wichtig, möglichst viel über diese einzigartigen Bäume zu erfahren, damit auch kommende Generationen noch über ihren Anblick staunen können.

Viele Grüße,
Andy
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Thierry
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Re: Juniperus Phoenicea in its natural environment

Beitrag von Thierry »

:arrow: (dt) Ein weiteres (sehr beeindruckendes) Beispiel von diesem ausgeprägten Drehwuchs

(fr) Un autre exemple (très impressionnant) de cette croissance torsadée

(en) Another example of this (very impressive) twisted growth


(Photos © Copyright : David Moratille)
Juniperus_Phoenicea_101.jpg
Juniperus_Phoenicea_102.jpg
Viele Grüße,
Thierry

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Thierry
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Re: Juniperus Phoenicea in its natural environment

Beitrag von Thierry »

*updated*
(dt) Christophe war am Mittwoch in den Felsen klettern (in ca. 949m Höhe) und hat mir ein paar neue Bilder geschickt.
(fr) Christophe était grimper mercredi dans les falaises (à environ 949m d'altitude) et m'a envoyé quelques nouvelles photos.
(en) Christophe was climbing in the cliffs on Wednesday (in approx. 949m height) and he send me some new pictures.

(Photos © Copyright : Christophe Bordieu)
Copy of 20120815 TotoXe 37.jpg
Copy of 20120815 TotoXe 46.jpg
Copy+of+20120815+TotoXe+45.jpg
Viele Grüße,
Thierry

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MrBigWednesday
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Re: Juniperus Phoenicea in its natural environment

Beitrag von MrBigWednesday »

thierry

da kannst du ordentlich tanuki-totholz sammeln...
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xistsixt
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Re: Juniperus Phoenicea in its natural environment

Beitrag von xistsixt »

ABARTIG!!! VOLL GEIL!!! (tschuldigung)


erst dacht ich das sind so kleine Dinger... dann die Fotos mit dem Grössenvergleich...
als kind war ich auch mal in Südfrankreich klettern, doch in der Gegend hatten sie nicht solche Riesenteile...!

Darum ist Wachholder eines der Interessantesten Gehölze überhaupt,

Danke Thierry... ähh merci beaucoup :-D
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The shadow is what we think of it; the tree is the real thing."

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Thierry
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Re: Juniperus Phoenicea in its natural environment

Beitrag von Thierry »

xistsixt hat geschrieben:als kind war ich auch mal in Südfrankreich klettern, doch in der Gegend hatten sie nicht solche Riesenteile...!
Die ältesten Bäume wachsen in extremen Lagen, die nur wenige Kletterer erreichen.

Z.B. die von meinem Freund Christophe oben gezeigten Bilder hat er am vorletzten Relais dieser Kletterroute gemacht : http://s.camptocamp.org/uploads/images/ ... 5565BI.jpg
Für diese Route braucht man im Durchschnitt 9 Stunden... Schwierigkeitsgrad : ED - 7b (in Deutschland ist das, glaube ich, Schwierigkeitsgrad IX, also extrem schwierig).

Genauso die von David oben gezeigten Bilder...

Manche der in diesem Thread gezeigten Bilder wurden sogar auf Kletterrouten von Schwierigkeitsgrad 8b aufgenommen!
8a und 8b erreichen nur wenige Spitzensportler.
Ab 8b ist es genauso wie wenn man auf eine Glaswand klettern würde...
Und 8c ist sowieso Weltniveau...
Die einzigen, die solche Kletterrouten schaffen, sind die Leute, die diese Routen gebaut/eingerichtet haben... :lol:

Mit ein bisschen Training schafft man (vorausgesetzt man ist allgemein schon sehr fit) die Schwierigkeitsgrade 6a bis 6b.
Nach mehrere Jahren intensivem Training schafft man vllt. 7a oder 7b.
Ab 8a sind es aber nur die Extremsportler die das schaffen...

Man kann aber mit einem guten Fernglas schon viele schöne Bäume beobachten.
Und es gibt eine andere Möglichkeit, wenn man kein Extremkletterer ist, und man diese Bäume dennoch aus der Nähe beobachten möchte : das Abseilen. Das kann man sehr schnell lernen. Nächstes Jahr bin ich wahrscheinlich 8 bis 10 Wochen da unten, dann kann ich euch mehr dazu erzählen.
Viele Grüße,
Thierry

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xistsixt
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Re: Juniperus Phoenicea in its natural environment

Beitrag von xistsixt »

Hallo Thierry

Na klar, dann ist es verständlich, damals war ich etwa 12 Jahre und wir kletterten max 6b (wir benutzen auch die Französischen Grade in der Schweiz) und hatten schon 400 m Wände gemacht


aber ich denk mal das ich damals hatte ich eh kein Auge für solche Pflanzen, das hätte mich da auch zu wenig interessiert... wenn ich heute seh an was für Pflanzen ich früher einfach vorbeigelaufen bin.

Bestes Beispiel zwei Sabinas an einem Weg den ich viele male gelaufen bin, dann habe ich auf demselben Weg Downhill gemacht 6 Jahre, vor 2 Jahren habe ich eine Sabina davon näher angeschaut und wieder verdrängt. Letztes mal habe ich die Bewilligung geholt um die zwei Auszugraben, ich erinnerte mich das da ja so 2 gute durschnittliche Sabinas stehen... Als ich dan nochmals da war, dacht ich nur was fürn Idiot bin ich... warum hast du das nicht früher gemacht... es sind 2 wirklich sensationelle Exemplare...

Tja so gehts...


Ich freu mich immer wieder über solche Beiträge von dir... willst du nicht mal ins Wallis kommen um communis und sabinas zu studieren? :) :-D :) :-D :) :P

Gruss Vali
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Thierry
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Re: Juniperus Phoenicea in its natural environment

Beitrag von Thierry »

Wenn du mit 12 schon auf Felswände vom Schwierigkeitsgrad 6b geklettert bist, dann kannst du diese Bilder bestimmt gut einschätzen. ;-)

Sabinas und Communis intensiver zu studieren hätte bestimmt auch seinen Reiz. Du weisst ja, wie ich dazu stehe: Wissen ist da um verbreitet zu werden. Und, je mehr Wissen ein Betrachter hat, umso mehr ändert sich damit auch seine Wahrnehmung...

Aber zuerst möchte ich mich auf den Phönizischen Wacholder konzentrieren, denn es gibt noch viel darüber zu berichten (nicht nur sein unterteilter und spiralförmiger Saftfluss - siehe: http://www.bonsai-fachforum.de/viewtopi ... =31883/url - sondern auch warum sie imstande sind unter diesen extremen Lebensbedingungen weit über 1000 Jahre zu überleben. Wie genau kann man das, nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft, erklären. Und inwiefern ist das, für uns Bonsaianer, interessant.).

Und in diesem Zusammenhang interessiert es mich auch mehr zu erfahren z.B. über unsere europäischen Eiben (Taxus baccata), die damals in den 90er Jahren von diesem kanadischen Forscher (Prof. Larson) in Deutschland gefunden und teilweise untersucht wurden, die ebenso ein extrem hohes Alter aufweisen, und die auch solche gedrungene und verdrehte Stämme haben. Damals haben sie u.a. auch Stechpalmen (Ilex aquifolium) mit diesen besonderen Merkmale (die Fähigkeit, in einem schwierigen Umfeld, sehr alt zu werden, usw.) in Deutschland beobachtet.

Phoenicea scheinen also nicht die einzigen Bäume zu sein, die ein stark verdrehtes/gedrungenes Wachstum (und ein extrem hohes Alter) aufweisen.
Das z.B. finde ich auch sehr interessant.
Auch weil es nicht so weit ist wie Südfrankreich... :lol: (Eifel, sächsische Schweiz, usw.).
Viele Grüße,
Thierry

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