Sollte man vermeiden, kann man aber nicht immer sofort, ohne Lücken zu reißen. Regeln sind wichtig zu kennen, aber man kann und sollte sie nicht zu sklavisch befolgen, da man sonst schematische Bäume ohne Ausstrahlung bastelt. Je weiter unten sich gegenständige Äste befinden, desto störender. Je weiter oben in der Krone, desto weniger schlimm, aber man achtet natürlich darauf, keine hässlichen Verdickungen zu bekommen und ob man eine Alternative findet, um einen gegenständigen Ast ersetzen zu können. Das ist sowieso im ganzen Leben eines Bonsai das ständige Trachten, wo kann man etwas verbessern, ersetzen, wenn sich eine Möglichkeit ergibt.Thorsten1504 hat geschrieben:Am Hauptstamm oben sehe ich zwei gegenständige Äste oder täuscht das auf dem Foto??? Dachte immer das sollte man vermeiden oder kommt davon noch einer weg???
Aber abgesehen davon gibt es tatsächlich auch Bonsai-Meisterwerke hervorragender Meister, die gegenständige Äste an einigen Stellen besitzen, ohne dass es den Baum schlecht aussehen lässt oder seinen Wert mindert. Man muss beurteilen lernen, wo solche Regelwidrigkeiten besser belassen werden als sie um einen vielleicht zu hohen Preis zu eliminieren.
Aus dem ablaktierten Trieb ist da kein tiefer sitzender Vorderseitenast gewachsen. Das kann man nicht erzwingen. Ärgerlicher wäre es, wenn da welche gewesen wären und man sie abgeschnitten hätte. Ich werde mit wachsender Verzweigung der vorhandenen Äste einige von deren Zweigen bis vor die Stammlinie reichen lassen.Thorsten1504 hat geschrieben:Hier sehe ich im oberen Bereich aber auch nur einen Vorderseitenast. Ist das so gewollt???
LG, Heike
